Küchengeräte

Wasserverbrauch – Haushaltsgeräte

Wasser ist ein kostbares Gut. Das sehen wir allerdings kaum noch so, weil es zum täglichen Leben dazu gehört. Aber wissen Sie, wie viel Wasser täglich auch verschwendet wird? Man nimmt es gar nicht wahr, aber es sind zwischen 40 und 60 L, die in unseren Haushalten im Durchschnitt gespart werden könnten.

Alleine beim Zähneputzen fließt viel Wasser unnötig durch den Abfluss. Denn, wenn wir mal ehrlich sind, wer benutzt heute noch einen Zahnputzbecher? Wir drehen den Hahn auf und lassen das Wasser fließen, bis die Zähne geputzt und die Zahncreme ausgespült ist. Ist es dann auch noch warmes Wasser, kommen zusätzliche Energiekosten, die unnütz verbraucht werden. Und so ist es bei vielen Sachen, wo wir schon gar nicht mehr merken, dass es auch anders zu machen geht.

Wasser ist ein Lebenselixier. Es wird getrunken, Speisen, kalte und warne Getränke werden damit zubereitet und natürlich brauchen wir es für die tägliche Hygiene. Eine Studie hat kürzlich ausgerechnet, dass der meiste Verbrauch von Wasser nur zur Reinigung unseres Körpers verbraucht wird. Der allgemeine Wasserverbrauch steigt somit ohne, dass es wissentlich wahrgenommen wird.

In deutschen Haushalten liegt der durchschnittliche Wasserverbrauch bei ungefähr 127 Litern. Und das pro Person am Tag. Im Vergleich zum Ende der 80er Jahre ist der Wasserverbrauch zwar um ca. 13 Liter gesunken, aber es ist immer noch eine ganze Menge.

Hier ein kleiner Überblick für den gesamten Wasserverbrauch im Jahr – durchschnittlich:

  • Der Wasserverbrauch für die Körperhygiene (Baden und Duschen) liegt bei durchschnittlich 39 Litern in deutschen Haushalten pro Tag
  • Der Wasserverbrauch für die Toilette liegt bei 34 Litern im Durchschnitt pro Haushalt am Tag
  • Der tägliche Wasserverbrauch für das Waschen der Wäsche ist durchschnittlich 15 Liter pro Haushalt in Deutschland
  • Der Wasserverbrauch für die kleinere Pflege des Körpers beträgt im Tagesdurchschnitt etwa 7 Liter pro Haushalt
  • Für das Putzen der Wohnung, zur Autopflege und für das Benutzen der Spülmaschine liegt der tägliche Wasserverbrauch pro Haushalt auch bei ca. 7 Litern.
  • Der niedrigste Wasserverbrauch ist für den Garten, mit ca. 4 Litern täglich und fürs Kochen, Backen und Zubereiten von Getränken verbrauchen deutsche Haushalte im Schnitt nur 3 Liter.
  • Kleine Gewerbebetriebe verwenden ungefähr 9% des Trinkwassers. Dieses wird in den durchschnittlichen Wasserverbrauch für Haushalte mit einbezogen und liegt bei etwa 11 Liter am Tag.

Somit ist der Tagesverbrauch in unseren Haushalten 127 Liter täglich.

Wenn Sie sich diese Aufzählung einmal genauer ansehen werden Sie schnell feststellen, dass der größte Wasserverbrauch für die tägliche Körperhygiene (ca. 35%) und den Gang auf die Toilette (ca. 31%) liegt. Diese ganze Rechnung kann auch noch auf die verschieden großen Haushalte aufgeteilt werden. Denn es ist klar, dass ein 1-Personen-Haushalt einen geringeren Wasserverbrauch am Tag, aber auch im Jahr hat, als beispielsweise eine 5-köpfige Familie.

Durchschnittlicher Wasserverbrauch, für die verschiedenen Haushalte pro Tag:

  • Wasserverbrauch in einem Single Haushalt:
    • Wenig = 80 Liter
    • Normal = 80 – 120 Liter
    • Zu viel = 120 Liter und mehr
  • Wasserverbrauch in einem 2-Personen Haushalt:
    • Wenig = 160 Liter
    • Normal = 160 – 240 Liter
    • Zu viel = 240 Liter und mehr
  • Wasserverbrauch in einem 3-Personen Haushalt:
    • Wenig = 240 Liter
    • Normal = 240 – 360 Liter
    • Zu viel = 360 Liter und mehr
  • Wasserverbrauch in einem 4-Personen Haushalt:
    • Wenig = 320 Liter
    • Normal = 320 – 480 Liter
    • Zu viel = 480 Liter und mehr
  • Wasserverbrauch in einem 5-Personen Haushalt:
    • Wenig = 400 Liter
    • Normal = 400 – 600 Liter
    • Zu viel = 460 Liter und mehr
Anhand dieser Aufstellung können Sie sich schon etwas orientieren und in etwa sehen, ob Sie zu den Viel- oder Wenig-Verbrauchern zählen. Allerdings ist das eine statistische Rechnung, die nicht die korrekten Werte jedes einzelnen Haushaltes berechnen können. Aber es ist in der Nähe des durchschnittlichen Wasserverbrauchs. Wenn Sie zu zweit in einer Wohnung leben und beide einem Job nachgehen, dann kann sich Ihr Wasserverbrauch schon durch die Toilettenspülung wesentlich unterscheiden. Sie gehen weniger auf Ihre heimische Toilette, als vielleicht ein älteres Paar, was schon Ihren Altersruhesitz genießt und den ganzen Tag zu Hause ist. Sie wundern sich vielleicht auch, dass Ihr Wasserverbrauch so hoch ist, obwohl Sie alleine wohnen und arbeiten gehen? Dann kann es vielleicht auch an Ihren Hobbys liegen, die viel Wasser benötigen. Sie haben entweder einen Swimmingpool im Garten oder betreiben Aquaristik, Botanik, lieben Ihr Auto so sehr, dass Sie es mehr, als erforderlich, zu Hause einer Wäsche unterziehen oder ähnliches.

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Der allgemeine Wasserverbrauch in deutschen Haushalten ist schon eine Wissenschaft für sich, wenn man es näher betrachten will. Der Preis, der dafür bezahlt werden muss, setzt sich nicht nur durch das Trinkwasser, Spül- und Toilettenwasser (auch Trocken- oder Schwarzwasser genannt) zusammen.

Eine große Rolle spielt dabei aber auch das Regenwasser. Es wird in 2 verschiedenen Sorten getrennt und dementsprechend auch behandelt, da es nicht generell wiederverwendet werden kann. Man unterscheidet hierbei zwischen Regenwasser, was wieder aufgewertet, also behandelt werden kann und dem Regenwasser, was ein sogenanntes Reinabwasser ist und versickern oder in ein anderes Gewässer umgeleitet werden muss.
Reinabwässer können sein:

  • Schadstoffhaltiges Rücklaufwasser aus beispielsweise Klima- und Kühlanlagen, aber auch aus Wärmepumpen
  • Regenwasser, was den Schmutz der Atmosphäre (Staub, Gase, Pollen, Ruß) mit sich führt und in dafür bestimmten Kläranlagen gereinigt werden muss.

Auch unser Wasser, was von Spül- oder Waschmaschinen abgeführt wird, muss gereinigt werden, bevor es endgültig abgeführt werden kann. Die Schadstoffe aus Wasch- und Spülmitteln, sollen ja nicht in unser Grundwasser gelangen. Es wird aufwändig von Schwarzwasser (Toilettenwasser) getrennt und in mehreren Kanälen dem jeweiligen Reinigungs- oder Sickersystem zugeführt. Auch eine Art Mischwasser fließt sprichwörtlich in unsere Rechnung des Wasserverbrauchs mit ein. Als Mischwasser wird das Regen- und Schmutzwasser bezeichnet, welches in einem Mischsystem gemeinsam abgeführt wird.

Das Trennwasser hingegen wird, wie der Name schon sagt, Regenwasser, was durch ein Trennsystem befördert und vom Schmutzwasser getrennt, durch einen zweiten Kanal in die Kläranlage geführt und gereinigt wird.

Die Berechnung des Wasserverbrauchs pro Kopf und Haushalt im Jahr beläuft sich auf ca. 82 € für die Versorgung mit Wasser. Wobei das Abwasser mit einer Summe von durchschnittlich 116 € abgerechnet wird. Wie gesagt, das sind durchschnittliche Summen, die sich aus statistischen Rechnungen ergeben. Regional besteht zu diesen Abrechnungen noch ein immenser Unterschied. Schon aus diesem Grund kann keine 100%ige Aussage über tatsächliche Kosten in Ihrer Region getroffen werden. Natürlich werden auf dieses Gut – Wasser – auch Steuern erhoben. Und, das ist nicht gerade wenig. In Ihren Kosten sind ganze 5 Teile (also 1 Fünftel) nur Steuern. Auch ein Paradoxum ist, dass mehr Abgaben gefordert werden, je weniger Wasserverbrauch in den Haushalten entsteht. Jetzt stellen Sie sich einmal die Situation vor, dass Sie Ihre Wasserabrechnung bekommen, aus allen Wolken fallen, weil der zu zahlende Betrag ziemlich hoch ist. Nun, Sie halten dann sicherlich Ihre Familie dazu an, sparsamer mit dem Wasserverbrauch zu sein. Die Personen in Ihrem Haushalt sehen das ein und folgen Ihren Vorschlägen zum Wasser sparen. Dieses Szenario ziehen Sie ein ganzes Jahr durch, sind sehr stolz, wenn Sie auf Ihre Wasseruhr schauen und denken sich, dass Ihre Rechnung dieses Mal bedeutend besser aussehen muss. Umgangssprachlich würde man jetzt sagen Pustekuchen! Auf Ihrer Rechnung hat sich Ihr Beitrag zum Wasserverbrauch zwar gesenkt, aber die Kosten haben sich erhöht. Genau das ist auf den ersten Blick paradox, aber es gibt eine logische Erklärung dafür:

  • Je niedriger der Wasserverbrauch ist, desto mehr Wasser brauchen die Kläranlagen, um zu verhindern, dass sich Keime, Bakterien, Fette und dergleichen im Inneren der Rohre festsetzen oder haften bleiben und mögliche Verstopfungen der Kanalrohre haften bleiben und in der Folge Krankheiten der Verbraucher auslösen
  • Abwasser in starker Konzentration müssen „verdünnt“ werden, um aus den Rohren gespült werden zu können ohne, dass die Umweltbelastung zu hoch wird
  • Zu diesem Zweck werden vielerorts Wassermengen in großer Anzahl aus künstlichem Trinkwasser erzeugt und durch die Kanalrohre gepumpt, um dieses zu verhindern
  • Selbst wenn sich die Wasserwirtschaft dazu entschließen würde, kleinere Zu- und Ableitungsrohre zu installieren, würden dadurch Kosten entstehen, die wiederum auf den Endverbraucher, also Sie, umverlegt werden. Also müssten Sie dadurch auch mehr zahlen.
In Ihrer Rechnung des Wasserverbrauchs sind auch die Kosten verrechnet, die für Herstellung sauberen Trinkwassers benötigt werden. Der Gesetzgeber hat dafür unumgängliche Vorschriften, die unbedingt beachtet werden müssen. Aber auch diese kosten die Wasserwirtschaft viel Geld, was von ihnen allein nicht zu tragen ist. Ein Umstand für die höheren Aufwendungen ist auch, dass die Umwelt immer mehr, auch durch Gifte in der Atmosphäre, verschmutzt und sich im Wasser (auch im Regenwasser) niederlässt. Um dieses zu reinigen müssen mehr und mehr Aufwendungen betrieben werden, um den Anforderungen eines sauberen Trinkwassers zu entsprechen. Also werden auch diese Kosten prozentual auf die Kunden umverlegt und berechnet, was auch auf Ihrer Rechnung unter Wasserverbrauch steht. Sie sehen, die Zusammensetzung der Kosten Ihres Wasserverbrauchs ist eine halbe Wissenschaft. Und, je weniger Wasser Sie verbrauchen, desto teurer wird Ihre Rechnung. Der Wasserverbrauch eines Landes kann auch virtuell sein und auf diesem Wege auch exportiert oder importiert werden. Wasser hat auch einen Fußabdruck, der in grünem, grauen und blauem Wasser unterschieden wird.

Virtuelles (oder auch latentes) Wasser:

  • Deutschland gehört zu einem der größten Nettoimporteuren von Wasser, virtuellem Wasser
  • Als virtuelles Wasser werden die tatsächlichen Mengen an Wasser bezeichnet, die für die Herstellung von Textilien, Gebrauchs- und Luxusgegenständen, technologischer Mittel und Nahrungsmitteln verbraucht werden
  • Ein Mikrochip benötigt beispielsweise rund 32 Liter Wasser, um ihn herstellen zu können
  • Für 1 kg Rindfleisch werden ungefähr 15.000 Liter Wasser benötigt.
    Dabei rechnet man natürlich auch die Kosten ein, die für die Ernährung der Rinder von Nöten sind.
    Das heißt:

    • Das Trinkwasser für die Rinder
    • Der Wasserverbrauch der zur Bewässerung der Futterfelder und -wiesen anfällt
    • Sowie auch das Regenwasser, was demselben Zweck dient

Die Unterscheidung und Erklärung für grünes, graues und blaues virtuelles Wasser ist wie folgt:

  • Wasser aus Niederschlägen, wie Regen, Schnee, natürlicher Bodenfeuchte (Grund- und Oberflächenwasser) und dergleichen = grünes, virtuelles Wasser
  • Wasser, was für die künstliche Bewässerung gebraucht wird = blaues, virtuelles Wasser
  • Wasser, welches durch Pestizide, Düngemittel oder Industrieabfälle beeinträchtigt wurde = graues, virtuelles Wasser

Auf diese Weise kommt ein Wasserverbrauch pro Person und Tag von ca. 4000 – 5000 Litern zusammen. Um den virtuellen Wasserverbrauch noch etwas deutlicher zu machen, zeigt die folgende Auflistung, wie viel Wasser für die Herstellung welcher Güter des Alltags verbraucht wird:

  • Für ein Auto (PKW) ist der Wasserverbrauch 2000 – 300000 Liter
  • Für 1 kg Rindfleisch ist der ca. Wasserverbrauch 15500 Liter
  • Eine einzige Jeans hat einen Wasserverbrauch in der Herstellung von etwa 6000 Litern
  • Für 1 kg Reis wird eine Wassermenge von etwa 3000 – 5000 Litern benötigt
  • Für 1 kg Hühnereier entsteht ein virtueller Wasserverbrauch von ungefähr 4500 Litern
  • Ein T-Shirt aus Baumwolle verbraucht virtuell ca. 2000 Liter Wasser
  • 1 kg Mais – ca. 900 Liter
  • 1 kg Sojabohnen – ca. 1800 Liter Wasser
  • 1 kg Weizen – ca. 1100 Liter Wasser
  • 1 Liter Milch – ca. 1000 Liter Wasser
  • 1 Tasse Kaffee – ca. 140 Liter Wasser
  • 1 kleines Glas Bier – ca. 75 Liter Wasser
  • 1 Tasse Tee – ca. 35 Liter Wasser
  • 1 kg Papier benötigt ca. 750 Liter Wasser
  • Für 500 Blatt Papier im DIN A 4 Format werden ca. 5000 Liter Wasser benötigt (für 1 Blatt also 1 Liter)
  • Sogar, wenn Sie im Blumenladen 1 Rose kaufen, hat sie – bis sie beim Floristen gelandet ist – bis zu ca. 5 Liter virtuellem Wasser verbraucht

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Der sogenannte Wasserfußabdruck (engl. Water Footprint) ist der Oberbegriff für die Gesamtzahl des virtuellen Wasserverbrauchs im Land, was für die Herstellung der oben genannten und anderen Güter benutzt wird, aber auch für bspw. Dienstleistungen. Er steht für den gesamten virtuellen Wasserverbrauch eines ganzen Landes. Außer den privaten Haushalten benötigen natürlich auch die Industrie, die Energieerzeuger und der Bergbau Ressourcen an Wasser. Dabei können Sie aber aufatmen, denn den größten Teil, den diese gewerblichen Nutzer an Wasserverbrauch haben, werden auch von ihnen selbst gedeckt. Eigene Gewinnungsanlagen sorgen dafür. Allerdings spart mittlerweile auch die Industrie an Wasser. Der Wasserverbrauch im Jahre 1991 war um die 20 Milliarden m3 höher als 2013, was ein Ersparnis von etwa 45 % macht. Allerdings hat das wenig Auswirkungen auf den privaten Wasserverbrauch der auf Ihrer Rechnung steht. Aber, es gehört dazu zu wissen, dass auch anderweitig Wasser gebraucht wird und unsere Ressourcen daran nicht unerschöpflich sind. Deswegen wurden Kanalisationen gebaut, um die Wiederverwendbarkeit des Wassers zu gewährleisten.

Im privaten Bereich wenden sich die Haushalte mehr und mehr dem Kauf von Wassersparenden Haushaltsgeräten zu. Die heutigen, modernen Wasch- oder Spülmaschinen verbrauchen im Vergleich von vor ein paar Jahren, weniger Wasser. Sie sind so konzipiert, dass durch die Anwendung von ECO- oder Sparprogrammen der Wasserverbrauch sinkt. Die Versuche Regenwasser zu nutzen oder Zisternen zu bauen, die im Privatbereich den Wasserverbrauch senken sollen, werden mancherorts schon erfolgreich genutzt. Auf dem Land befinden sich noch viele Brunnen im Keller oder auf den Grundstücken, die in früheren Zeiten als Trinkwasser- oder Abwasserspender dienten. Heute, wo auch die Verwendung von Wasser relativ teuer ist, kommen viele Menschen wieder auf diese, altherkömmlichen Methoden und beziehen ihr Brauchwasser daraus. Auch Wasch- und Spülmaschinen, sowie auch die Toilettenspülung können daran angeschlossen werden. Somit wird der zu zahlende Wasserverbrauch drastisch gesenkt.

Allerdings hat das auch ein paar negative Auswirkungen:

Da über Jahre und Jahrzehnte Maßnahmen zu einer Verringerung des allgemeinen Wasserverbrauchs ergriffen wurden, wie oben beschrieben:
ECO- und Sparprogramme, auch Druckspüler an Toiletten, die geringere Mengen an Wasser durchlassen. Das führt aber auch zu einer Verringerung der Wasserförderung und ein Ansteigen des Grundwasserspiegels auf seinen, früher normalen, Pegel.
Wenn Sie das so lesen werden Sie vielleicht denken, dass das doch gut sei. Dazu kann man nur sagen: JAIN. Einerseits ja und andererseits wieder nein. Das Grundwasser hat sich auf den geringeren Pegel „gewöhnt“ und wäre mit dem Anstieg (im Umkreis von Berlin z. B. wurde ein Anstieg von 1 Meter auf ca. 3 Meter verzeichnet) einfach überfordert.
Der Rückgang des Wasserverbrauchs von Trinkwasser bedeutet beispielsweise eine höhere Aufwendung bei der Wartung von Verteileranlagen, da sie nicht mehr selbstgespült werden würden und das mit zusätzlichen Spülgängen getätigt werden müsste.

Im Abwassersystem werden schon die jetzigen Minderungen des Wasserverbrauchs sichtbar:

  • Die Preise für Wasser steigen an, bei gleichbleibenden Fixkosten
  • Der fehlende Wasseranteil sorgt für Behinderung beim Transportieren von schwimmfähigen Stoffen
  • Vermehrte Ablagerungen in den Kanälen und Rohren sorgen für eine behinderte Entwässerung und verringerte Fließgeschwindigkeiten
  • Giftige Gase, Sulfide und unangenehme Geruchsstoffe werden gebildet
  • Die Abwasseranlagen und -systeme bilden eine biogene Korrosion, was sich durch Schwefelsäurebildung entwickelt
  • Giftiger Schwefelwasserstoff (H2S) kann gebildet werden, was zu einer Geruchsbelästigung und im schlimmsten Fall zu Erkrankungen der Mittarbeiter und das Betreiberpersonal führen kann
  • Entspricht die kalkulierte Wassermenge nicht dem ausgerechneten Optimum, kann das veränderte Nutzerverhalten für erhöhte Kosten sorgen und zusätzlich für die Qualitätsminderung des Trinkwassers verantwortlich gemacht werden

Positiv ist allerdings, dass:

  • Wasserentnahmen aus der Natur werden, durch verminderten Wasserverbrauch, verringert
  • Anders als sonst, wird stellenweise argumentiert, dass die Reinigung der Abwasserleitungen und -kanäle erleichtert werden würde (was allerdings ein Widerspruch zu den negativen Ereignissen bei verringertem Wasserverbrauch darstellt)
  • Grundsätzlich wird die Energie für das Erstellen von Warmwasser eingespart, wenn weniger Trinkwasser gebraucht wird.

Nun wird sich jeder von Ihnen wohl auch die Frage stellen, ob das Trinkwasser in naher Zukunft drastische Preiserhöhungen erleiden wird.
Die sogenannten Fixkosten des Bereiters (worunter auch geologische Verhältnisse und die Wartung / Sanierung der Anlagen und Systeme zählt) spielen dabei eine entscheidende Rolle. Jedoch wird das von Region zu Region anders berechnet und gehandhabt. Die durchschnittlichen Kosten für den Kubikmeter (der in Deutschland zwischen 2 und 4 € liegt) werden bis auf Weiteres bestehen bleiben.

Trotz der ganzen Negativ- / Positivrechnungen und den vielen Aussagen, dass weniger Wasserverbrauch zur Kostenerhöhung beitragen könnte, werden die deutschen Haushalte immer wieder zum Wassersparen angehalten. Es kann nicht falsch sein, die allgemeinen Ressourcen zu schützen.
Außerdem gibt es bei Wasser keinen Wettbewerb, also auch keine Mitbewerber, wodurch – wie zum Beispiel bei Strom oder Gas – die Preise angepasst werden oder Sie zu einem anderen Anbieter wechseln können. Das Monopol war und ist auch weiterhin bei den Stadtwerken der jeweiligen Städte und Gemeinden. Die Kosten für den Wasserverbrauch obliegen also kommunalen Rechts.
Kartell- oder Bundesbehörden sind für eine Kontrolle der Preise nicht zuständig.

Daher hier ein paar Tipps, mit denen Sie Ihren Wasserverbrauch senken können:

  • Prozentual liegt der Wasserverbrauch für die Körperhygiene, also für das Duschen und Baden, ganz oben. Sie können erfolgreich sparen, wenn Sie einen Perlstrahler oder Durchlaufbegrenzer, statt Ihres normalen Duschkopfs benutzen. Diese Anwendungen sparen zusätzlich auch Energiekosten
  • Das Duschen kostet mehr Wasser, als das Vollbad
  • Wenn Sie Wasser für Ihren Kaffee oder Tee erhitzen möchten, dann greifen Sie auf Ihren Wasserkocher zurück. Die Herdplatte verschwendet zu viel Strom und wenn Sie die Wassermenge für Ihr Getränk gut dosieren, ist der Wasserverbrauch, auf die Dauer gerechnet, weniger
  • Ihr Garten erblüht und gedeiht genauso, wenn Sie statt des Rasensprengers (zugegeben, er ist recht bequem) Wasser aus einer Regentonne oder Zisterne verwenden. Gießen Sie am Abend, dann kann der Boden die Nährstoffe besser „festhalten“ und nichts verdunstet unnötig in der Sonne
  • Wenn Sie denken, dass Sie Energie und Wasser sparen, wenn Sie Ihr Geschirr mit der Hand spülen, dann liegen Sie völlig daneben.
    Spülmaschinen der neueren Generation verbrauchen bedeutend weniger Wasser, wenn Sie intelligent eingeräumt und genutzt werden.
  • Gemüse- und Zähneputzen unter fließendem Wasser, gehört zur Wasserverschwendung. Sie können Ihren Wasserverbrauch drastisch senken, wenn Sie für Ihr Gemüse eine Extraschüssel und für Ihre Zähne einen Zahnputzbecher benutzen
  • Die Toilette spült „kleine Geschäfte“ auch mit der Kurzspültaste perfekt dahin, wo es hingehört. Haben Sie keine Spartaste, dann stoppen Sie den Spülvorgang einfach, sobald die Toilettenschüssel wieder sauber ist.
  • Ihr Auto waschen Sie (auch der Umwelt zuliebe) lieber in der dafür vorgesehenen Waschanlage.

Das ist nur eine kleine Auswahl von dem, was Sie machen können, um Ihren Wasserverbrauch zu senken. Denn, auch bei allen negativen Aspekten, ist Wasser ein kostbares Gut, das nicht verschwendet werden muss. Wir sind in dem Vorteil, dass wir direkten Zugang zu Wasser haben. Es kommt aus dem Hahn oder aus Anschlüssen, die per Hand geschaltet werden. Deswegen verführt es uns auch, nicht nur zum Verwenden, sondern auch zum Verschwenden. Wie bei allen Sachen, die wir im täglichen Leben brauchen oder benutzen gehört ein verantwortungsvoller Umgang dazu.

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