Ratgeber

Wasserhahn auswechseln

Für manche Arbeiten im und am Haus, braucht man entweder einen Monteur oder einen Mann im Haus, der sich auskennt. Falsch! Selbst ist die Frau! Aber auch für Männer, die keine Ahnung haben, wie das Wasserhahn auswechseln funktioniert, liefert dieser Blog die richtige Anleitung. Wir kennen das alle: Der Wasserhahn tropft und Sie wissen sich nicht zu helfen.

Bei diesem Problem ist es gut möglich, dass nicht der ganze Wasserhahn ausgewechselt werden muss. Meistens liegt es dabei nur an der Dichtung, die im Inneren der Verschraubung liegt. Mit der Zeit kann sie porös werden und sich in ihre Einzelteile aufbröseln. Um diese Dichtung zu wechseln, geht man fast so vor, als wenn man einen Wasserhahn auswechseln möchte, es ist aber bedeutend billiger.

Zunächst schauen Sie, welche Zollstärke die Dichtung haben muss. Dafür schrauben Sie den Hahn mit einer Wasserpumpenzange von der Wasserzuleitung ab und messen den Durchmesser.
Aber, Sie dürfen keinesfalls vergessen den Hauptwasserhahn im Keller oder das Eckventil unter dem Waschbecken VORHER abzudrehen!
Mit diesen Maßen kaufen Sie in irgendeinem Baumarkt oder im Internet (je nachdem, wie schnell Sie die sie benötigen) die passende Dichtung. Nun nehmen Sie die kaputte Dichtung heraus und ersetzen sie an selber Stelle mit der neuen. Der Wasserhahn kann jetzt wieder fest verschraubt und der Hauptwasserhahn wieder angestellt werden.

Wasserhahn auswechseln

Wenn der Wasserhahn wegen einer Verkalkung tropft, dann legen Sie den abgeschraubten Hahn einfach in konzentriertes Essigwasser (Mischung etwa 1:2) oder in puren Essig ein. Wenn die Lauge nicht den ganzen Hahn bedeckt, dann drehen Sie ihn von Zeit zu Zeit, sodass das Essiggemisch in jede Ecke eindringen kann. Schauen Sie ab und zu, in wieweit sich der Kalk gelöst hat. Nach ein paar Stunden müsste alles gelöst sein und Sie können das Innere des Wasserhahns mit einer Flaschenreinigerbürste und warmen Spülwasser säubern. Danach kann der Hahn wieder montiert werden. Wasser läuft ohne irgendwo herauszuspritzen oder zu tropfen? Dann ist alles richtiggemacht und das Problem beseitigt worden. Ganz so schnell geht es nicht, wenn Sie eine komplette, neue Armatur anschließen oder einen Wasserhahn auswechseln möchten. Es ist sehr hilfreich, wenn Sie sich vorher alle Werkzeuge und Materialien zurechtlegen, bzw. nachsehen, ob Sie vorhanden sind.

Sie benötigen an Materialien, um einen Wasserhahn auszuwechseln:

  • Sogenannte Dichtungspaste
  • Teflon- oder Hanfdichtungsband

Benötigte Profi-Werkzeuge zum Wasserhahn auswechseln:

  • Als absolutes MUSS brauchen Sie eine Wasserpumpenzange
  • Ratschen- Maulschlüssel und eine Armaturenzange
  • Standhahnschlüssel
  • Cuttermesser
  • Zylinder- oder Rohrrundbürste

Haben Sie das nicht alles im Haus, dann reichen zum Wasserhahn auswechseln auch:

  • Wasserpumpenzange
  • Drahtbürste
  • Standhahnschlüssel
  • Teflon- oder Hanfdichtungsband
Angenommen, Sie haben alle Profi-Werkzeuge gekauft (oder schon zu Hause), dann kann mit dem Wasserhahn auswechseln begonnen werden. Erst einmal -und das ist das allerwichtigste überhaupt- drehen Sie die Hauptwasserleitung im Keller ab. Wenn Sie unter dem Wasch- oder Spülbecken ein Eckventil haben, dann reicht es auch, wenn dieses abgedreht wird. Beim Wasserhahn auswechseln an Badewannen oder Orten, wo kein Eckventil ist, dann müssen Sie immer den Haupthahn zudrehen.  Die meisten Wasserhähne sind mit einer Unterlegscheibe und Verschraubungen am unteren Teil, unterhalb des Beckens, fixiert. Schauen Sie nach und schrauben Sie diese auf. Weiter geht es mit dem Lösen der Schläuche. Es sind in den meisten Fällen 2 Schläuche die an den Eckventilen, einem Boiler oder Untertischgerät befestigt sind. Lösen Sie diese mit dem Maulschlüssel ab und ziehen den Wasserhahn, durch das Loch in der Spüle oder Waschbecken, vorsichtig nach oben heraus. Da diese Verbindungsschläuche flexibel sind, geht das recht einfach. Wenn der eigentliche Wasserhahn mit Dichtungsmasse oder Silikon am Becken fixiert wurde, können Sie diese Masse leicht mit einem scharfen Messer oder einem Cuttermesser herauskratzen. Beachten Sie dabei, dass Sie das empfindliche Material des Beckens nicht beschädigen, falls Sie es wiederverwenden möchten. Anschließend sollten Sie diese Stelle von Silikonresten befreien, sehr gründlich saubermachen und danach gründlich abtrocknen. Manche benutzen dafür die Zylinder- oder Rundbürste. Aber ein Haushaltsschwamm mit Kratzfläche und Scheuermilch tun es auch. Nun kann das Wasserhahn auswechseln beginnen.

Legen Sie dazu den mitgelieferten, weichen Dichtungsring auf das Loch und schieben die Flexischläuche, die an dem neuen Wasserhahn befestigt sind, vorsichtig durch die Öffnung im Becken, wo der alte Wasserhahn gesessen hat. Als Gegenstück befestigen Sie auf der Unterseite die Unterlegscheibe mit den dazugehörigen Verschraubungen. Passen Sie dabei auf, dass sich der Ring nicht verschiebt und somit keine Dichtigkeit mehr gewährleisten kann. Jetzt können die Schläuche mit der Wasserpumpenzange oder dem Maulschlüssel an den Anschlüssen des Eckventils oder einem Untertischgerät verschraubt werden. Die Außengewinde können Sie mit Hanf oder Teflon umwickeln und Dichtigkeit zu gewähren. Bei Untertisch- Niederdruckgeräten (Boiler) achten Sie darauf, dass die Zuleitung für warmes Wasser auch an den Anschluss dafür geschraubt wird, sonst bekommen Sie das Warmwasser demnächst, wenn Sie den Kaltwasserhahn aufdrehen und umgekehrt.

Wasserhahn auswechseln

Der Wasserhahn ist ausgewechselt, dann testen Sie gleich, ob alle Verschraubungen festsitzen. Ziehen Sie sie ggf. noch einmal nach.  Wollen Sie an der Badewanne einen Wasserhahn auswechseln, dann demontieren Sie ihn auf gleiche Weise direkt vom Zuleitungsrohr, mit der Wasserpumpenzange ab und auch wieder an. Bevor Sie allerdings das Wasserhahn auswechseln abschließen, umwickeln Sie auch hier das Außengewinde am Hahn mit Teflon oder Hanf, damit es sich besser mit dem Innengewinde verbindet und dicht wird. Dasselbe machen Sie, wenn Sie irgendwo anders einen Wasserhahn auswechseln, der direkt mit dem Wasserrohr verbunden ist -zum Beispiel in Keller- oder Wirtschaftsräumen, im Garten oder im Außenbereich Ihres Hauses.

Jetzt wird es spannend. Den Haupthahn oder das Eckventil können Sie nun wieder aufdrehen. Das spannende bei der Sache ist, ob der Wasserhahn und die Zuleitungen dicht sind. Wenn Sie der ganzen Sache nicht trauen, dann stellen Sie sich vorsichtshalber einen Eimer und Wischlappen bereit, bevor Sie den Haupthahn aufmachen. Drehen Sie nun nacheinander den Kaltwasserhahn und danach den Warmwasserhahn auf und testen den Durchfluss und ob alle Schläuche am richtigen Platz sind. Wenn aus jeder Seite die richtige Temperatur kommt, drehen Sie beide Hähne auf und wieder zu. Wenn jetzt Warm- und Kaltwasser laufen, nichts tropft und keine Fontaine ungewollt in Ihr Gesicht spritzt oder Sie den Raum unter Wasser setzen, dann haben Sie das Wasserhahn auswechseln erfolgreich gemeistert.

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