Ratgeber

Strom sparen mit den richtigen Haushaltsgeräten

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Ihre Stromkosten immer höher werden? Zum einen liegt es daran, dass der Strom generell teurer wird und zum anderen liegt es vielleicht auch an Ihren Haushaltsgeräten. Auch ein günstiger Anbieter hilft beim Strom sparen.

Ihnen ist sicher bekannt, dass ältere Haushaltsgeräte viel mehr Energie brauchen, als neue Modelle. Sie sind anders konzipiert und auf einen „Sparmodus“ eingestellt. So, wie Sie mit einer Sparlampe Strom sparen, so funktioniert das auch bei Ihren Gerätschaften im Haushalt.  Zugegeben – die Neuanschaffung von Haushaltsgeräten ist nicht gerade billig und es kann sich nicht jede Familie einen hypermodernen Kühlschrank oder eine Kühl- / Gefrierkombination leisten. Dafür gibt es ein paar einfache Tricks und Tipps, damit Sie Ihre noch funktionierenden Haushaltsgeräte weiterhin benutzen können, ohne in eine Stromfalle zu tappen.

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Welche Haushaltsgeräte verbrauchen am meisten Strom?

Zu den größten „Stromfressern“ gehören auf alle Fälle Kühlschränke, Kombinationen, Durchlauferhitzer, Gefriertruhen und Gefrierschränke. Strom sparen ist damit kaum möglich. Der Verbrauch, wenn Sie die Lebensdauer dieser Haushaltsgeräte rechnen, ist wesentlich höher, als der Anschaffungspreis einmal war. Neuere Modelle hingegen rechnen sich mit der Zeit enorm. Also wäre das eine Überlegung wert, wenn Sie wirklich Strom sparen wollen.

HaushaltsgeräteKnapp dahinter sind Waschmaschinen, Wäschetrockner (dabei ist es egal ob es ein Abluft- oder Kondenstrockner ist) und alte Herde. Diese Gerätschaften nehmen ungefähr 40 % Ihres Gesamtverbrauchs in Anspruch.

Was Sie vielleicht nicht denken, aber PC, TV, Spielekonsolen, Drucker, Telefon und Co. verbrauchen auch recht viel Energie, auch wenn sie nicht unbedingt zu den üblichen Haushaltsgeräten zählen, sind sie doch vorhanden, werden benutzt und verursachen Energiekosten. Vor allem, wenn sie im Dauerbetrieb sind. Das kostet Sie zusätzlich noch einmal ein Viertel Ihres kostbaren Stroms.

So verbrauchen Sie ca. 65 % nur, weil Sie Kühlen, Kochen, Backen, Waschen, Trocknen, fernsehen, telefonieren, Radio hören, ab und zu einmal Spiele auf Konsolen spielen und den PC benutzen. Und, da haben Sie Ihr Handy noch nicht geladen oder den Warmwasser-Boiler angeschaltet. So gesehen fallen dann die Stromkosten für die Glühbirnen gar nicht ins Gewicht.

Aber zurück zu den Haushaltsgeräten die entweder Strom ziehen oder mit denen Sie Strom sparen können.

Vorab schon mal ein paar generelle Tipps zum Strom sparen:

  • Verwenden Sie am besten Energiesparlampen
  • Steckerleisten, die ein- und ausgeschaltet werden können, tragen schon enorm zum Strom sparen bei
  • PC, TV, Konsolen usw. – immer ausschalten und nicht im Stand-by-Modus laufen lassen. Auch das frisst Ihren wertvollen Strom unnütz auf.
  • Gegebenenfalls wechseln Sie Ihren Anbieter. Im Internet können Sie vergleichen und Ihren Verbrauch errechnen lassen. Es ist ganz einfach und die Kündigung Ihres bisherigen Energiepartners übernehmen die meisten Anbieter auch noch. Auf diese Weise können Sie bis zu mehreren „Hundertern“ im Jahr an Strom sparen.

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Strom sparen mit der Waschmaschine

Hierfür ist nicht nur die Energieeffizienzklasse ausschlaggebend. Achten Sie auf die Bedienungsanleitung und waschen Sie Ihre Wäsche mit dem richtigen Programm. Sie glauben nicht, was das ausmachen kann.

Sie müssen Ihre Kochwäsche nicht immer bei 90°C waschen. Die heutigen Waschmittel unterstützen auch die cleane Reinheit bei einer Temperatur von 60°C, wenn es unbedingt der Kochwaschgang sein soll. Ansonsten reichen auch Temperaturen von 30°C oder 40°C. Dabei können Sie schon bis zu 40% kostbaren Strom sparen.

Setzen Sie Ihre Waschmaschine nicht halbbeladen in Gang. Das sorgt für einen höheren Strom- und Wasserverbrauch. Aber auch, wenn Sie Ihre Maschine überbeladen ist das keineswegs förderlich zum Strom sparen. Außerdem wird die Wäsche nicht sauber oder Ihre Waschmaschine kann sich dann mit einem Defekt „bedanken“, womit Sie sich unnötig doppelte Kosten schaffen. Oma sagt: Wenn noch eine aufgestellte Faust zwischen die Wäsche und den oberen Rand der Trommel passt, dann ist die Maschine optimal gepackt.

Haushaltsgeräte, wie beispielsweise Waschmaschinen, besitzen zumeist einen Sparwaschgang oder eine ECO-Taste zum optimalen Strom sparen. Auch mit dieser Einstellung wird Ihre Wäsche sauber, wenn es sich nicht um hartnäckige Verschmutzungen durch Öl- oder Schmierstoffe handelt.
Wenn Sie die Möglichkeit haben, Ihre Waschmaschine an einen Zugang mit warmen Wasser anzuschließen, ist das auch eine gute Möglichkeit, um zusätzlich Strom zu sparen. Das ist natürlich nur effizient, wenn das Warmwasser durch Solar-, Öl-, Gas- oder sogar durch Fernwärme bereitet wird.

Ist kein solcher Anschluss vorhanden, dann gibt es sogenannte Vorschaltgeräte, die Sie im Nachhinein installieren lassen oder einfach selbst anbringen können. Damit ist sichergestellt, dass Ihre Wäsche mit der richtigen Temperatur gewaschen werden kann. Erkundigen Sie sich am besten beim Hersteller Ihres Gerätes, ob eine Nachrüstung mit einem Vorschaltgerät möglich ist.

Strom sparen mit dem Wäschetrockner:

Ein Wäschetrockner ist eine feine Sache und immer mehr Menschen greifen auf diese Art des Wäschetrocknens zu. Aber sparen Sie wirklich damit Strom? Es ist schnell, bequem, das Bügeln kann auch in den meisten Fällen gespart werden, aber effizient ist es sicher nicht.

Die beste Art, um dauerhaft damit Strom zu sparen, ist die Wäscheleine oder ein Wäscheständer. Günstig in der Anschaffung und kostenlos im Gebrauch.Allerdings hat nicht jeder den Platz, um auf diese Weise seine Sachen zu trocknen.

Trotzdem gibt es ein paar Tricks, mit denen der ein oder andere Cent gespart werden kann.

  1. Geben Sie Ihre Kleidung nie tropfnass in den Trockner
  2. Schleudern Sie mit der höchsten Drehzahl, wenn es das jeweilige Gewebe erlaubt, um Strom sparen zu können [Bei zu nasser Wäsche muss der Trockner so viel Wärme entwickeln und länger arbeiten, um das Wasser vollständig zu verdampfen. Dadurch wird bis zu 100 x mehr Strom verbraucht!]
  3. Genau wie beim Beladen der Waschmaschine, sollte auch nicht zu wenig Wäsche im Trockner landen. Effizientes Packen spart auch Strom.
  4. Reinigen Sie in den vorgegebenen Abständen oder auch öfter, bei Bedarf, die Flusensiebe. Das verhindert zu hohen Energieverbrauch.
  5. Nutzen Sie, wenn es an Ihrem Gerät vorhanden ist, gerne auch die Energiespar- oder ECO-Taste. Strom sparen kann so einfach sein.

Achten Sie, bei einem möglichen Neukauf, auf die Effizienzklasse. Ein Kondenstrockner ab der Effizienzklasse A kann Ihnen, im Gegensatz zu einem Ablufttrockner der Klasse C und einem Kondenstrockner der Klasse B, ein Energieersparnis von etwa 60% – 65% einbringen.

Strom sparen mit dem Kühlschrank und der Kühl- / Gefrierkombination:

Ohne diese Haushaltsgeräte kommt niemand mehr aus. Aber, dass sie die größten „Stromfresser“ in unseren Haushalten sind, sofern es sich nicht um eine Energieeffizienz von mindestens A+++ handelt, ist kaum jemandem bewusst. Sie sind im Dauerbetrieb und das das ganze Jahr über.

Tipps, womit sich langfristig Strom sparen lässt:

  1. Steht das Gerät an einem Herd oder einer Heizung, muss das Kühlgerät doppelt so viel arbeiten und verbrauch dem zu Folge auch mindestens doppelt so viel Strom. Auch eine Stelle, wo dauerhafte Sonneneinstrahlungen sind oder Heizungsrohre entlangführen (zum Beispiel in Ihrem Keller), sind denkbar ungeeignet, um Ihr Kühlgerät zu postieren. Stellen Sie also sicher, dass der Standort kühl ist. Damit können Sie bis zu 6% Strom sparen.
  2. Gehören Sie auch zu denjenigen, die sich nicht entscheiden können, was sie aus dem Kühlschrank holen wollen? Sie überlegen immer bei geöffneter Tür? Das ist nicht gut. Durch die lange offenstehende Tür entweicht kalte Luft und die warme Luft aus der Umgebung gelangt in den Kühlraum. Diese muss (nach dem Schließen der Tür) wieder gekühlt werden und auf die eingestellte Temperatur gebracht werden, damit Ihre Lebensmittel nicht verderben. Das kostet Strom und zählt keinesfalls zum Sparen. Überlegen Sie vorher und öffnen erst dann den Kühlschrank, versichern Sie sich nach dem Schließen der Tür, dass sie auch tatsächlich zu ist. [Es gibt für ein paar Cent nette Helferlein. Die werden via Magnet an den Kühlschrank geheftet. Wenn nun die Tür zu lange offensteht oder nicht richtig geschlossen wurde, wird man mit einem grellen Piepton daran erinnert.]
  3. Prüfen Sie, ob die Dichtungen noch in Ordnung sind. Gerade bei älteren Modellen ist das wichtig, um zu verhindern, dass kalte Luft entweicht und warme Luft hineingelangt. Das Haushaltsgerät hat somit fast dieselbe Arbeit, als wenn die Tür offensteht.
  4. Um weiteren Strom zu sparen können Sie sich ein Kühlschrankthermometer in den Innenraum des Kühlgerätes hängen oder legen. Damit sehen Sie immer, ob die optimale Kühltemperatur eingestellt ist und Sie können ggf. kontrollieren, ob sie gleichbleibt. An dem innenliegenden Regler können Sie die Gradzahl einstellen. Im Allgemeinen sagt man, dass 7°C zum Strom sparen beiträgt. Bei nur 2 Grad weniger verbrauchen Sie etwa um 10% mehr an Energie.

Abtauen ist auch ein großes Thema bei älteren Kühl- und Gefriergeräten. Die neue Generation dieser Haushaltsgeräte taut sich selbst ab oder lässt erst gar keine Eisschicht zu. Gefrierschränke und -truhen hingegen, sollten schon manuell abgetaut werden. Die Belastung der Eisansammlung (und sei sie noch so klein) treibt den Strom in die Höhe.

Strom sparen mit Ihrem Durchlauferhitzer:

Wussten Sie schon, dass ein Durchlauferhitzer zwischen 18.000 W und 33.000 W (von Typ zu Typ verschieden), nur beim Aufheizen verbraucht? Aber, Sie können, bei richtiger Anwendung und Einstellung, auch mit einem Durchlauferhitzer Strom sparen. Wie?

  • Regeln Sie die Temperatur so, dass Sie beim Duschen beispielsweise kein kaltes Wasser dazu mischen müssen.
  • Sollte das an Ihrem Modell nicht möglich sein, gibt es Wasserhähne, an denen man die optimale Temperatur einstellt (bspw. 37°C).

Es ist auch wichtig zu sehen, ob die Wasserrohre, über die das warme Wasser den Weg zu Ihrem Wasserhahn oder Ihrer Handbrause findet, gut isoliert sind. So wird verhindert, dass sich die Temperatur schon auf dem Weg absenkt.

Strom sparen können Sie auch mit einem niedrigeren Warm-Wasserverbrauch. Bei einem Vollbad werden durchschnittlich ca. 140 L Wasser verbraucht. Wenn diese erhitzt werden müssen, ist der Energieverbrauch schon bei 3,5 kWh. Rechnen Sie jetzt noch die Wasserkosten dazu, dann liegen Sie schon bei ungefähr 1,20 € für ein Vollbad. Gehören Sie dann noch zu denjenigen, die lange Bäder genießen und mehrfach heißes Wasser nachlaufen lassen, ist der Verbrauch deutlich höher.

Mit diesen angenommenen 140 L (Fassungsvermögen einer herkömmlichen Badewanne) könnten Sie auch mindestens eine Viertelstunde lang duschen, wenn Sie über eine Handbrause mit 10 L Wasserdurchlass in der Minute verfügen. Wenn Sie diese gegen eine Handbrause mit 6 L Durchlass/Minute (diese gibt es im Handel als wassersparende Handbrause von verschiedenen Herstellern) austauschen würden, dann würde sich Ihre Duschzeit (bei selben Energiekosten und Wasserverbrauch) auf fast das Doppelte erhöhen.

Noch eine Möglichkeit zum Strom sparen wäre, dass Sie sich nicht unter voll aufgedrehter Dusche einseifen. Das jedoch ist nicht zwingend notwendig, denn Sie wollen ja nicht nur sauber werden, sondern die Brause auch genießen.

Der sogenannte Wasserdurchlauftest zeigt Ihnen wie viel durch Ihren Duschkopf fließt. Mit einem größeren Gefäß (Eimer mit Markierungen der Literzahl) und einer Stoppuhr funktioniert das perfekt. Nun lassen Sie das warme Wasser durch Ihre Handbrause in den Eimer fließen, starten gleichzeitig die Uhr, drehen bei 10 L ab, stoppen sofort die Zeit und notieren sie.

Nach der Dreisatzformel können Sie nun Ihren Wasserverbrauch in Liter pro Sekunde ausrechnen. [Beispiel: 60 Sek. X 10 L / 45 gemessene Min. = 13,33 L] Mit einem wassersparenden Duschkopf sparen Sie Strom und Ihr Wasserverbrauch reduziert sich etwa um die Hälfte.

So könnte man die Rechnung immer weiterführen, um Strom zu sparen. Aber ein wenig Spaß an seinen elektrischen Haushaltsgeräten möchte man ja auch noch haben.

Strom sparen ist wichtig und schont Ihren Geldbeutel!

Bei einem Hausbau können Sie mit innovativen Möglichkeiten langfristig Strom sparen, indem Sie Zuschüsse und Fördermittel in Anspruch nehmen. Jedes Bundesland ist gern bereit für innovatives Strom sparen Gelder zuzuzahlen. Jedes Bundesland hat für das Stromsparen verschiedene Mittel zur Verfügung und so fallen die Zuschüsse auch in verschiedener Höhe aus.

Bezuschussung kann für folgende Geräte erfolgen:

  • Stromsparende, große Haushaltsgeräte und Herde bei Neukauf
  • Stromsparende Kühl- und Gefriergeräte, direkt vom Öko-Strom-Anbieter, bei Neukauf eines solchen Gerätes
  • Geldprämien und Gutschriften für Kunden, die in ihrem Haushalt Strom sparend agiert haben.

Aber wie schon gesagt, ist das von Bundesland zu Bundesland und von Stromanbieter zu Stromanbieter verschieden. Schaden kann es aber nicht, sich einmal zu erkundigen, was in Ihrem Bundesland und bei Ihrem Energiedienstleister möglich ist.

Mit der richtigen Motivation kann Strom sparen sogar Spaß machen. Und wer weiß, vielleicht sind Sie der nächste Sparfuchs (oder Füchsin) der (die) sich mit dem Strom sparen, durch effiziente Haushaltsgeräte, Ihren nächsten Traumurlaub gönnen können oder sich einen anderen, langgehegten Wunsch erfüllen. Vielleicht lehnen Sie sich auch nur zurück und genießen es weiter Strom zu sparen.

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