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Espressomaschine reinigen Tipps

Espressomaschinen reinigungstipps

Man sagt nicht ohne Grund: Wo gearbeitet wird, da fallen Späne!

Bei Ihrer Espressomaschine, die ja auch mindestens 1 x am Tag arbeitet, sind es zwar nicht die sprichwörtlichen Späne, aber jede Menge Ablagerungen, die sich in Zuleitungen, Sieben und in der Brüheinheit festsetzen. Wenn diese nicht regelmäßig entfernt werden, können Sie nach kurzer Zeit kein Aroma mehr schmecken und somit ist der Genuss hinüber. Das fein gemahlene Espressopulver, sondert beim Brühvorgang einige der im Kaffee enthaltenen Öle und Fette ab. Diese setzen sich überall dort fest, wo es mit Teilen der Maschine in Berührung kommt. Werden diese nicht beseitigt, dann werden Sie das an Ihrem Espresso schmecken. Eine saubere Maschine garantiert Ihnen, dass Sie lange an Ihr und dem Espresso Freude haben.

Tipps, um eine Espressomaschine richtig zu reinigen?

Sie sind ein Genussmensch und Ihr Bedarf an täglichem Espresso ist hoch? Gerade dann sollten Sie sich die folgenden Tipps genauestens durchlesen, um eine perfekte Reinigung durchführen zu können. Aber auch selten genutzte Maschinen müssen gepflegt werden, um immer einsatzbereit zu sein, wenn es nötig ist und optimalen Espresso, mit all seinen vielseitigen und abwechslungsreichen Aromen, brühen zu können.

Eine perfekte Pflege und Reinigung kann auf mehre Art und Weisen passieren.

Die tägliche Reinigung:

  • Die Dampflanze, welche für das Aufschäumen der Milch zuständig ist, ist eines der wichtigsten Teile der Maschine. Sie sollte nach jeder Benutzung gesäubert werden, denn dann geht es am einfachsten.
  • Mit einem sauberen, feuchten Tuch können Sie die frischen Milchreste am besten entfernen. Danach drehen Sie die Dampfeinheit einmal kurz auf, um auch die letzten Reste herauszupusten.

Der nächste Schritt:

  • Wenn Sie mehrere Espressos zubereiten möchten, dann sollten Sie zwischendurch die Siebeinheit mit warmem und klarem Wasser abspülen. Danach mit einem Tuch ausreiben. Nehmen Sie dafür das Sieb aus heraus. Festgesetzte Kaffeeöle werden damit leicht entfernt.
  • Espressorückstände aus der Brühgruppe entfernen Sie einfach, indem Sie den Siebträger herausnehmen und Wasser durchlaufen lassen. Außerdem wird das Wasser somit auf eine konstante Temperatur gebracht und Sie können den nächsten Espresso perfekt zubereiten.

Der 3. Schritt:

  • Wenn Sie den letzten Espresso für diesen Tag zubereitet haben, können Sie die Brühgruppe von den bis dahin angefallenen Espressorückständen befreien.
  • Nehmen Sie dazu eine Gruppenbürste, um die Rückstände vorsichtig herauszubürsten.

Der letzte Schritt für die tägliche Reinigung:

  • Hier sollte das Auffangsieb für das Schmutzwasser gereinigt werden. Es befinden sich darin Wasser- und Kaffeereste, die zum einen Schimmel ansetzen können und zum anderen auch sehr hochwertige Espressomaschinen rosten lassen. Lassen Sie es gar nicht erst soweit kommen.

Zu der täglichen Schnellreinigung ist es auch wichtig, dass Sie eine wöchentliche Reinigung unternehmen. Hierbei kommen das Blindsieb, Kaffeefettlöser, Milchschaumreiniger und eine Gruppenbürste zum Einsatz.

Der erste Schritt:

  • Das Brühsieb muss aus dem Siebträger entfernt werden.

Der 2. Schritt:

  • Espressomaschinen reinigungstippsAuch, wenn die Dampflanze täglich abgewischt wird, sammeln sich an den Verbindungsstücken Reste der Milch, die durch das Verdampfen dorthin geraten sind.
  • Wischen Sie sie zu erst gründlich ab und drehen dann den unteren Teil der Lanze ab.
  • Nun können Sie das Gewinde mit einem Schwamm von den Milchresten befreien.
  • Anschließend befüllen Sie ein Glas mit einem Wasser- / Milchschaumreiniger – Gemisch, wobei das Wasser heiß sein sollte.
  • Die Dampflanze über Nacht dort hinein legen.

Der 3. Schritt:

  • Das Blindsieb wird nun mit dem Kaffeefettlöser (je nach Angabe des Herstellers) befüllt und mit dem Siebträger zusammen wieder eingespannt.
    Leichte Hin- und Herbewegungen fördern eine besser Verteilung des Fettlösers in der Brühgruppe.
  • Vorsicht!
    Durch den Druck kann Wasser herausspritzen und es besteht die Gefahr, dass Sie sich verbrühen könnten.
  • Dieser Vorgang sollte mehrmals hintereinander wiederholt werden.
  • Danach können Sie die Brühgruppe gründlich durchspülen, um Sie von den allerletzten Resten von Fetten, Ölen, aber auch von den Rückständen des Reinigers zu befreien.

Der 4. Schritt:

  • Sowohl das Dusch- und Blindsieb, als auch der Siebträger sollten in Kaffeefettlöser eingelegt werden. Allerdings sollte der Plastikgriff des Siebträgers nicht mit dem Fettlöser in Berührung kommen.
  • Nutzen Sie die Zeit, in der die Teile im Reiniger weichen, um die Brühgruppe mit einer Gruppenbürste zu reinigen.
  • Anschließend alle Teile unter warmem und fließenden Wasser gründlich abspülen.

Der 5. und letzte Schritt:

  • Wenn alle Teile wieder sauber und trocken sind, kann der Siebträger wieder zusammengebaut und in die Brühgruppe eingehängt werden.
  • Ihre Espressomaschine ist wieder bereit, nachdem Sie sie noch einmal mit klarem Wasser durchgespült haben.

Wieso ist es wichtig meine Espressomaschine zu reinigen?

Sowohl Espresso-, als auch Kaffeepulver enthalten Öle und Fette. Diese setzen sich ab und landen im Sieb, in der Brüheinheit und dem Auffangsieb. Wenn diese nicht regelmäßig entfernt werden, ist es der perfekte Nährboden für Bakterien, Schimmel und andere Mikrooorganismen. Die  Milch setzt sich in der Dampflanze (innen und außen) ab, gerinnt und hinterlässt dann einen sauren Geschmack. All das mindert den Geschmack enorm und trägt dazu bei, dass Sie nicht lange Freude an Ihrer Espressomaschine haben oder sogar krank werden können.

Vergessen Sie auch nicht, dass Sie Ihre Espressomaschine auch hin und wieder entkalken müssen. Je nachdem, wie hart oder weich das Wasser in Ihrer Region ist, desto öfter oder weniger oft sollten Sie entkalken.
Bei sehr hartem Wasser (über 14° dH) sollten Sie etwa alle 3 Monate entkalken. Vielleicht lohnt es sich dann auch, dass Sie über einen Wasserfilter nachdenken, denn hartes Wasser macht nicht nur die Espressomaschine kaputt.

Ist in Ihrer Wohngegend das Wasser eher weich (bis 8,4° dH), ist eeiine Entkalkung nur etwa 2 x im Jahr notwendig.

Fazit

Wenn Sie sich eine Espressomaschine kaufen werden Sie merken, dass es schon eine größere Anschaffung ist. Geht sie kaputt, dann kostet ein neues Gerät wieder viel Geld, was man aber hätte vermeiden können.
Also sollten Sie die Reinigung nicht lange aufschieben, denn sie dauert nur ein paar Minuten. Perfekt gepflegte, saubere und entkalkte Espressomaschinen, wie auch Kaffee-Vollautomaten, Pad- und andere Siebträgermaschinen) arbeiten effizient, entwickeln keine schädlichen Bakterien oder Keime und macht Ihnen ein gutes Gefühl für den Genuss jeder Tasse Espresso. Außerdem erhöht sich die Lebensdauer Ihrer Maschine um ein Vielfaches, sodass Sie sehr lange an ihr Freude haben werden.

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